Wie verläuft die Erkankung "primäre Schultersteife" im Einzelnen?
Anfangs, während der etwa sechsmonatigen Entzündungsphase, sind vorwiegend Ruhe- und Nachtschmerzen charakteristisch. Dabei kommt es zu einer zunehmenden Einsteifung, wobei insbesondere die Außendrehung der Schulter stark eingeschränkt ist. Im zweiten Stadium lassen die Schmerzen in aller Regel nach, die Beweglichkeit bleibt noch schlecht. Im dritten Stadium kann die Krankheit schließlich wieder von selbst verschwinden. Doch kaum ein Patient toleriert ohne weiteres die lange Erkrankungsdauer, zwischen 18 und 36 Monaten, während der die Patienten oft heftigen Beschwerden und einer massiven Bewegungseinschränkung ausgesetzt sind.
Wie wird eine Schultersteife diagnostiziert?
Sehr wichtig ist hier, dass die Krankengeschichte detailliert analysiert und der Patient exakt untersucht wird. Hieraus ergeben sich entscheidende Hinweise auf die richtige Diagnose. Zusätzliche apparative Untersuchungen wie Ultraschall und Röntgen oder Kernspin Untersuchung dienen zudem dazu andere Ursachen bzw. Krankheiten auszuschließen.
Wie wird die Schultersteife behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Ausmaß der Bewegungseinschränkung, d. h. letztendlich nach der Beeinträchtigung der Lebensqualität des Patienten. In jedem Fall gilt es, eine drohende Schultereinsteifung möglichst früh zu diagnostizieren, um ggf. eine zunehmende Bewegungseinschränkung zu verhindern.
Bei allen Formen der Schultersteife liegt der Schwerpunkt auf der krankengymnastischen Behandlung. Der Arzt sollte nach Möglichkeit mit dem Krankengymnasten die Ursache der Einsteifung und das Konzept der Behandlung besprechen. Unterstützt werden die Therapiebemühungen unter Umständen durch Elektrotherapie oder Kältebehandlung. Eine ggf. notwendige medikamentöse Therapie richtet sich nach der Ursache der Erkrankung. Sie ist bei der Capsulitis adhaesiva in erster Linie entzündungshemmend ausgerichtet. Neben entzündungshemmenden Salben werden entzündungshemmnde Tabletten (Antiphlogistika, ggf. auch Kortison über einige Tage) verordnet. In stärkeren Fällen können zudem entzündungshemmende Spritzen gegeben werden. Zur nebenswirkungsfreien Schmerztherapie können neben Kälte (Eispackung) TENS- oder Akupunktur Behandlungen hilfreich sein.
Und wenn die Schulter trotz aller Therapiebemühungen steif und schmerzhaft bleibt?
In vielen Fällen ist es möglich, durch eine arthroskopische Operation die Einsteifung zu beheben. Bei diesem sehr schonenden Operationsverfahren ("minimalinvasiv") wird mittels einer in die Schulter eingebrachten Optik die Schulter untersucht. Über einen zweiten, ca. 3 mm kleinen Zugang können dann gezielt feinste Instrumente in die Schulter eingebracht werden. Unter Sicht werden dann die vorhandenen Verklebungen und Verwachsungen gelöst und es wird, falls erforderlich die geschrumpfte Gelenkkapsel erweitert. Die früher häufig praktizierte so genannte "Narkosemobilisation", bei der in Vollnarkose die Schulter des Patienten gewaltsam mobil gemacht wurde, sollte heute nicht mehr routinemäßig angewandt werden.
Wie sieht die Behandlung nach einer Schulterarthroskopie aus?
Hier kommt alles auf eine unmittelbar nach der Arthroskopie einsetzende sanfte Mobilisation an. Neben einer speziellen krankengymnastischen Behandlung, ggf. in Kombination mit Elektrotherapie, sollte der Patient einfache Bewegungsübungen erlernen, die er regelmäßig selbständig durchführen kann. In schweren Fällen setzen wir zur Nachbehandlung gerne eine sogenannte Motorbewegungsschiene ein. Unter den genannten Therapiemaßnahmen hat die Capsulitis adhaesiva eine gute Prognose.
Für die bestmögliche Behandlung einer Schultersteife sowie anderer Schultererkrankungen ist ein Schulterspezialist gefragt: Dr. Preis, Dr. Schroeder und ihr Spezialistenteam des WESTDEUTSCHEN KNIE & SCHULTER ZENTRUMS führen jährlich mehr als 700 Meniskusoperationen durch.
Weitere Informationen rund um das Thema "Schulter" finden Sie auch unter folgenden Links auf unserer Website klinik-am-ring.de:
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